Nahrungsknappheit?

Weltweit gibt es ca. 820 Millionen Mitbürger, die an Nahrungsmangel leiden. Ca. 520 Millionen in Asien, ca. 230 Millionen in Afrika und ca. 42 Millionen in Südamerika und der Karibik.
Und ca. 25 000 Bürger – ohne die Dunkelziffer –  sterben täglich daran! (welthungerhilfe; weltagrarbericht.de; rundschau-online.de; jean ziegler-planet-inter- view.de)

„Es gibt nicht zu viele Menschen auf diesem Planeten,
sondern zu viele Industriebegehren und zu wenig Menschenliebe
für die nötigen Entscheidungen!“

  • Unzählige Industrieflächen statt Getreide- und Gemüseanbau.

  • Eine Rüstungsindustrie, die Bürgerkriege und Kriege erst möglich macht und dadurch auf ihre Weise Nahrungsknappheit bei der jeweiligen Zivilbevölkerung verursacht.

  • Willkürliche Fehlnutzung von Naturflächen durch Palmenanbau, um damit günstiges Öl zu produzieren.

  • Willkürliche Fehlnutzung von Mais und Getreide für die Herstellung von Benzin.

  • Oftmals sinnfremder Bau von Staudämmen, die riesige Gebiete in ihrer natürlichen Beschaffenheit zerstören und obendrein Bürger vertreiben.

  • Ständiger Neu- und Ausbau von Autobahnen statt Flächen für Getreide- und Gemüseanbau u.s.w.

  • Von ca. 2 000 Millionen Tonnen Getreideernte in der Welt, werden 500 Millionen Tonnen nur an Schlachtvieh verfüttert… (Fleischkonsum)
    (Jean Ziegler, planet-interview.de / die Konzerne fabrizieren den Hunger 2014)

  • Zudem werden weltweit jedes Jahr ca. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel in den Abfall geworfen. Alleine damit könnten ca. 2 bis 3 Milliarden Menschen ernährt werden.
    (deutschlandfunkkultur.de/lebensmittelverschwendung)

  • Schon vor einigen Jahren drangen Informationen durch, die besagten, dass es jetzt bereits so viele natürliche Möglichkeiten gäbe, um damit ca. 15 bis 20 Milliarden Menschen zu ernähren.

  • In Deutschland alleine werden jährlich ca. 18 bis 30 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – überwiegend durch die Industrie selbst. (Deutschlandfunk; Handelsblatt)

Unser Kommentar

Die Prioritäten der Regierungen in der Welt, gerade auch die der mitteleuropäischen, sind falsch gesetzt – und dies bereits seit langer Zeit!
Die verantwortlichen Berufspolitiker könnten längst alles dafür tun, damit Bürger erst gar nicht in die lebensbedrohliche Lage eines Nahrungs-, Nährstoffs- und Wassermangels geraten. Doch bisher denken sie nur innerhalb eines festgelegten „Rahmenkatalogs“ – ihnen fehlt der Mut und auch das Charisma, Entscheidungen zuerst im Sinne aller Menschen zu treffen. Viel wichtiger ist ihnen das Angepasstsein an obligatorische Abläufe und das Festhalten ihrer zahlreichen Privilegien.

Wir Bürger sind es, die für eine ernsthafte, positive Veränderung sorgen müssen. Wir dürfen den furchtbaren Missständen und Würde- verletzungen nicht zuschauen!
Beispiel Deutschland: Sobald wir hierzulande für deutlich mehr soziale Ausgewogenheit und Gerechtigkeit sorgen, wird sich dies auf andere Staaten und verantwortliche Institutionen (z. B. auf die UN, WHO u. a.) übertragen – und umgekehrt.
Jedes Denken und Handeln, das im Sinne der Menschlichkeit getan wird, ist sehr wichtig – denken wir an unsere vielen Mitbürger, die täglich in Not und Leid ausharren.

Warum Armut?

„Zahlreiche Bürger in Deutschland und in anderen Staaten „leben“ in würdeverletzender, ausgrenzender Armut!
Entweder wurden sie bereits mit ihrer Geburt in diese hineingeboren oder sie gerieten aufgrund der starken, gesellschaftlichen, sozialen Unausgewogenheiten in diese ständig präsente „Lebensfalle“.

Armut gäbe es nicht – würde nicht stetiger, unterschwelliger, beängstigender „Begleiter“ der meisten Bürger sein – wäre es nicht gewollt

Armut wird als stetiges „Druckmittel“ eingesetzt, weil sich damit der größere Teil der Bevölkerung an das künstlich geschaffene, schädliche Leistungsprinzip „fesseln“  lässt – Stichwörter: Arbeitsplätze, Arbeits- losigkeit, Rente, Wirtschaftswachstum u.s.w.

Sehr viele Bürger können sich eine andere, bedeutend menschlichere Gesellschaft bisher kaum vorstellen, weshalb sie nahezu alles mitmachen – auch wenn es belastend, krankmachend, stupide, sinnfremd, umweltzerstörend oder ausbeuterisch ist.
Ein beinahe perfekter Kontrollmechanismus – zumindest bisher…

Es steht außer Frage – wir und auch du müssen uns beharrlich
für eine deutlich menschlichere Zukunft einsetzen.

aufschlussreich II

„Die Früchte der Erde sollten allen gehören.
Die Erde sollte niemandem gehören.“

Jean-Jacques-Rousseau 1712-1778
Schriftsteller